Praktikum

AB 2016 WÜRDEN WIR GERNE WIEDER PRAKTIKANTEN IN UNSEREM PROJEKT  BEGRÜSSEN. SOLLTEST DU INTERESSE HABEN, UNS VOR ORT IN KENYA ZU UNTERSTÜTZEN, DANN SENDE BITTE DEINE BEWERBUNG AN UNS.

Unsere kenianischen Partner vor Ort haben folgende Richtlinien festgelegt:
Aufenthaltsdauer 6 Wochen bis max. 3 Monate.
Höchstens zwei volunteers gleichzeitig.
Immer drei Wochen Pause zwischen den einzelnen Aufenthalten.
Wir müssen also gut planen, deshalb sind eine frühzeitige Bewerbung und terminliche Flexibilität zu empfehlen.

FÜR WEITERE INFORMATIONEN SCHREIBE EINE EMAIL AN LISA UNTER praktikum@4kenya.info, DIE DEINE BEWERBUNG ENTGEGENNIMMT UND KOORDINIERT.

Unter folgenden Seiten des Auswärtigen Amts kannst Du Dich über Kenia informieren:
Länderinformation Kenia
Aktuelle Reisehinweise und Sicherheitslage für Kenia

Als Praktikant in Maisha Mazuri

MichiErster Erfahrungsbericht von Michi nach einem Monat in Maisha Mazuri, angekommen Anfang Mai 2016

Hier geht's zum Bericht von Michi


2. Bericht von Miriam und Kathrin - 01/2016

In unserem zweiten Monat im MCC ist die Zeit nur so verflogen. Jetzt sind wir schon fester Bestandteil der Heimfamilie und in die Alltagsaufgaben mit eingebunden.
Mittlerweile sind hier alle zu einer großen Familie zusammengewachsen, die Kinder behandeln sich wie Geschwister und jeder hilft mit....

Und hier geht es zum 2. Bericht von den beiden.

 


1. Bericht von Miriam und Kathrin - erste Praktikanten bei MCC 10/2015

Bild Bericht Miriam KathrinMiriam und Kathrin sind unsere ersten beiden Praktikantinnen nach Eröffnung des Maisha Mazuri Children Center. Sie haben eine tollen Bericht über die Eröffnungsfeier, die Gegend rund um MCC und die Menschen vor Ort verfasst. Aber lest selbst.

Hier geht es zum Bericht.


Februar 2015 - 2. Bericht von Praktikant Christoph

Anbei der ausführliche 2. Bericht von Christoph, der während seines Aufenthaltes sogar den Mount Kenia bestiegen hat und dies auch in seinem Bericht schildert.


Dezember 2014 - 1. Bericht von Praktikant Christoph

Nach vielen Monaten haben wieder einen Bericht zu verkünden. Diesmal von Christoph, der unseren Partner Jimmy im Rahmen des Programms Youth Support Kenya und bei unserem Projekt maisha mazuri unterstützt. Danke Christoph für Dein Engagement.

Hier gehts zum Bericht von Christoph


April 2014 - 1. Praktikumsbericht von Benedicta

Liebe Freunde von wajibu wetu, anbei findet ihr den aktuellen Praktikumsbericht von Benedicta.

Hier geht's zum Bericht.


Dezember 2013 - 3. Praktikumsbericht von Verena

Bild zweiter BerichtAnbei der dritte Praktikumsbericht von unserer fleissigen Praktikantin Verena.

3. Praktikumsbericht Verena


November 2013 - 2. Praktikumsbericht von Verena

Bild dritter BerichtLiebe wajibu wetu Freunde, anbei der 2. Praktikumsbericht von Verena im November 2013

2. Praktikumsbericht von Verena


November 2013 - 1. Praktiumsbericht von Verena

Liebe Freunde von wajibu wetu,

anbei der erste Praktikumsbericht unserer Praktikantin Verena.

Hier geht es zum Praktikumsbericht


Oktober 2013 – zweiter Bericht von Praktikantin Anka

Anbei der zweite Bericht von unserer Praktikantin Anka. Viel Spass beim Lesen!

2. Praktikumsbericht von Anka


September 2013 - erster Bericht von Praktikantin Anka

 

Liebe wajibu wetu Freunde, anbei findet ihr einen neuen Bericht von unserer Praktikantin Anka, die seit Juli in Kenya unser Projekt unterstützt. Viel Spass beim Lesen der vielen Eindrücke.

Link zum ersten Praktikumsbericht von Anka


Juni 2013 – zweiter Bericht von Praktikantin Ulrike

Anbei der zweite Bericht unserer Praktikantin Ulrike, welche wajibu wetu für drei Monate unterstützt. Danke Ulrike für die Eindrücke!

Zweiter Bericht von Ulrike


April 2013 - Erster Bericht von Praktikantin Ulrike

Liebe Freunde von wajibu wetu, anbei findet ihr den ersten Bericht von Ulrike, die seit Ostern bei wajibu wetu Familie lebt und ein Praktikum vor Ort absolviert.

Erster Bericht von Ulrike


März 2013 – erster Bericht von Praktikantin Ramona

CIMG0550Für sechs Wochen in ein völlig fremdes Leben eintauchen, es zu leben, zu genießen, viel zu lernen und ein Teil einer wundersamen Big-Family zu werden...

Jina lang uni Ramona. Mein Name ist Ramona. Niko na miaka ishrini na mbili. Ich bin 22 Jahre alt. Naishi Ugeremani.Ich komme aus Deutschland. Napenda chapati. Ich mag Chapati. Napenda kuimba nyimbo. Ich mag es Lieder zu singen. Rafiki yangu anaitwa Waheto. Meine Freundin heißt Waheto.

Hier geht's zum Praktikumsbericht von Ramona


Januar 2013 – zweiter Bericht von Praktikantin Fabienne

Anbei der zweite Bericht von Fabienne mit tollen Eindrücken aus Kenia.

Hier den Bericht als PDF Datei runterladen


Dezember 2012 - erster Bericht von Praktikantin Fabienne

Seit Anfang Oktober ist unsere Praktikantin Fabienne bei wajibu wetu in Kenia. Lest selbst was sie zu berichten hat.

Download 1. Praktikumsbericht von Fabienne


November 2012 - ein paar fotografische Eindrücke von Praktikantin Fabienne

Fabienne ist seit Oktober 2012 in Kenia bei wajibu wetu.
Anbei ein paar aktuelle Eindrücke aus dem Alltag vor Ort.

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Februar/März 2012 - zweiter Bericht von Hannah

Die letzten 1 1/2 Monate vergingen wie im Flug. Ein besonderer Tag für alle war sicherlich der Ausflug in den "Karura Forest" (sehr nah an Nairobi) mit dem ganzen Heim. Das war mal eine gute Abwechslung für alle.

Hannah Ziegler

Hannahs zweiter Praktikumsbericht!


Januar/Februar 2012 - erster Bericht von Hannah

Nun bin ich schon seit einem knappen Monat in Kenia - die Zeit verging so schnell - und mir kommt es so vor, als ob ich erst letzte Woche noch frierend am Flughafen in München war.
Ich habe mich schon sehr gut eingelebt, bin aber auch gleich herzlich aufgenommen worden! Die Kids sind alle sehr süß und begeistert von den Brettspielen, die ich mitgebracht habe.

Hannah Ziegler

Mehr über Hannahs Erlebnisse in ihren bilderreichen Praktikumsberichten zum Downloaden!


Dezember 2011 - dritter Bericht von Katja

Der Dezember war eindeutig der aufregendste Monat. Es ist so viel passiert und die Zeit ist so schnell vergangen. Am ersten Dezember haben wir den Weltaidstag gefeiert. Die Kinder haben schon Tage vorher ein selbstgeschriebenes Gedicht einstudiert und zeigten ihr Können in Limuru, bei einer World-AIDS-Day-Veranstaltung. Anfang Dezember hatten wir hier auch Besuch von einigen Volunteers, die über eine andere Organisation ein paar Tage mit uns verbrachten. Eine der Freiwilligen hat sich als großzügige Spenderin erwiesen und hat jede Menge Lebensmittel und kleine Geschenke für die Kinder mitgebracht.

Und nach diesem Besuch war es dann auch schon höchste Zeit die letzten Vorbereitungen für unsren Urlaub in Mombasa zu treffen...

Ganzer Praktikumsbericht von Katja zum Download.


November 2011 - zweiter Bericht von Katja

Und schon ist wieder ein ganzer Monat vorbei! Im November war hier jede Menge los! Ich hab mit den Kids einen Holundersirup gemacht und sie haben den Saft voller Genuss getrunken! Selbstgemacht schmeckt einfach immer doppelt gut. Der Saft hat daher auch nur für zwei Abende gereicht, aber vielleicht mach ich noch mal einen mit ihnen. Im November sind für vier der Großen die Abschlussprüfungen der "Primary School" losgegangen. Da war natürliche jede Menge Nervosität mit im Spiel und jeder hat versucht es den Vieren einfacher zu machen. Neben Massagen und Arbeitsentlastung hat es vor allem viele motivierende Gespräche gegeben. Letztendlich waren sie alle froh, als es vorbei war und sie früher in die Ferien starten konnten als die anderen. Dann sind nach und nach die Älteren von den weiter entfernten Schulen heimgekommen und jedes Mal haben sich alle total gefreut, wenn ein Bruder oder eine Schwester endlich wieder nach Hause kam. Ende November wurden auch die Kleineren in die wohlverdienten Ferien entlassen. Seitdem ist hier jede Menge los! Das ist sehr schön!

Ganzer Praktikumsbericht von Katja zum Download.


Oktober 2011 - erster Bericht von Katja

Kaum zu glauben, dass es schon Zeit für meinen ersten Bericht ist - mir kommt es noch nicht so vor, als wäre ich schon einen Monat hier. Ich bin Anfang Oktober im Wajibu-Wetu Children's Home angekommen und wurde von allen herzlich begrüßt. Die Kinder haben nicht lange gefragt, sondern mich gleich in alle täglichen Aktivitäten, wie Kochen, Wäsche-Waschen, Spielen, Singen, Tanzen und Beten, mit einbezogen. Das hat mir das Eingewöhnen sehr erleichtert. Ich kann euch das Gefühl gar nicht beschreiben, wenn man erst seit ein paar Tagen da ist und sich schon als Familienmitglied fühlt. Und, dass dieses Heim nicht einfach nur ein Heim ist, sondern eine Familie, das kann ich euch versichern! Jedes Kind hat hier seine täglichen Pflichten zu erledigen und kann abends beim Essen seinen Geschwistern die neuesten Neuigkeiten verkünden. Wie in einer ganz normalen Familie, nur dass diese Familie ein bisschen größer ist.
Ich hab natürlich für jedes Kind eine Kleinigkeit mitgebracht und es ihnen eines Abends überreicht. Wahnsinn, wie sie sich gefreut haben, auch wenn's nur was Kleines war. Jeder hat noch was Süßes bekommen und alle waren voll und ganz zufrieden. Ich hab schon lange kein Kind mehr gesehen, dass sich so über einen Lutscher gefreut hat. Sehr bewegend!

Ganzer Praktikumsbericht von Katja zum Download.


April 2011 - zweiter Bericht von Julia

Ein ganz besonderes Erlebnis für mich als angehende Lehrerin war der zweitägige Besuch in der Primary School in Rironi, die von den meisten der Heimkinder besucht wird.
Nachdem ich das Schultor betreten habe, wurde ich sofort von circa 50 Schülern umringt, die mich lachend auf Schritt und Tritt verfolgten. Für die meisten Kinder, insbesondere für die Jüngeren unter ihnen war ich die erste Weiße, die sie je gesehen haben. Viele der ?Mutigeren? wollten unbedingt meine Haut und meine Haare berühren. Ich muss zugeben, dass diese Situation sehr seltsam für mich war, doch gleichzeitig konnte ich die Schulkinder gut verstehen.

Ganzer Praktikumsbericht von Julia zum Download.


März 2011 - erster Bericht von Julia

Das Leben hier in Kenia beziehungsweise im Kinderheim ist komplett anders, als ich es von zu Hause gewohnt bin: Es wird per Hand gewaschen, Duschen gibt es nicht, das Wasser muss zuerst immer von draußen geholt werden ? wenn nicht genug im Tank ist, muss es von einem Esel gebracht werden.
Auch wurde mir im Vorfeld oft von der "kenianischen Gemütlichkeit" berichtet, die eventuell ungewohnt für mich sein könnte. Jedoch ist die Anpassung für mich nicht wirklich schwierig gewesen. Ich denke, wenn man gewisse Dinge nicht so eng sieht, gewöhnt man sich sehr schnell an die kenianische Mentalität. Eine Sache, die ich jedoch gewöhnungsbedürftig fand, war die kenianische "Pünktlichkeit". Bei den meisten Terminen muss mindestens eine Stunde dazugerechnet werden. Doch auch darauf ist nicht immer Verlass, denn ab und an läuft dann doch wieder alles sehr pünktlich ab.

Ganzer Praktikumsbericht von Julia zum Download.


Januar 2011 - zweiter Bericht Elisabeth

...und dann war er endlich Weihnachten da: Morgens am 25. Dezember 2011 gingen wir wieder in die Kirche und danach wurde gefeiert! Wir grillten das Ziegenfleisch, bereiteten alle möglichen Leckereien vor, spielten Karten, sangen, lachten und tanzten. Am Nachmittag kam Rob, ein Mitarbeiter der UN, mit seiner Familie, die uns aus Holland einige Geschenke, meist Klamotten oder Stifte, brachten. Die Kinder freuten sich sehr und ich freute mich mit ihnen! Als die Besucher gingen, starteten Mummy, Daddy und ich mit unserer Weihnachtsüberraschung, denn auch wir hatten für jedes der Kinder ein Geschenk [gesponsert von einer Firma aus Deutschland]. Noch nie habe ich ein Kind so von Herzen lächeln gesehen wie unsere Kleinen an diesem Tag! Zu wissen, dass wir die Kinder wenigstens für einen Tag so überglücklich machten, war das beste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekam – und zugleich das Billigste!...

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November 2010 - erster Bericht von Elisabeth

Am 19. Oktober begann meine Reise – das erste Mal in Afrika, mein großer Traum wurde endlich Wirklichkeit! Ich war recht aufgeregt während des langen Fluges, doch die Nervosität verflog, als mich Mummy und Daddy herzlichst am Flughafen mit dem Worten “Welcome Elisabeth to Wajibu Wetu Family!“ begrüßten! Und schon die Fahrt vom Flughafen zum Kinderheim war für mich dann ein Erlebnis – der Verkehr hier ist absolut nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen. Die Leute fahren kreuz und quer, die wenigsten beachten rote Ampeln und auch vom Blinken haben die meisten Autofahrer hier wohl noch nicht viel gehört. Aber die Autofahrt endete ohne Zwischenfälle im Wajibu Wetu-Heim - wie froh ich war, endlich hier angekommen zu sein und von den Kindern begrüßt zu werden! Mit den Kindern hier habe ich sehr schnell Freundschaft geschlossen, sie sind sehr offen und immer fröhlich. Ganz stolz zeigten mir die Jungs am Anfang die Hühner, Hasen und Ziegen, um die sie sich sehr verantwortungsbewusst kümmern. Auch mit den großen Mädchen verstehe ich mich sehr gut, es wird viel gelacht, getanzt und gesungen – beim Waschen, beim Kochen, beim Putzen und natürlich auch beim Spaß haben...

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September 2010 - zweiter Bericht von Alina

Auch meine letzten vier Wochen im Wajibu Wetu-Heim waren voller schöner Momente! Ende August bzw. Anfang September hatten alle Kinder nochmal zwei Wochen schulfrei und das bedeutete viel Zeit für Unternehmungen und Freizeit! So hatten wir zum Beispiel Zeit für ein großes Fußballturnier, welches Carline und die Jugendgruppe der Kirche in Rironi organisiert haben. Unsere Wajibu Wetu-Mannschaft spielte gegen drei Mannschaften aus der Umgebung: ein weiteres Kinderheim und zwei weitere Jugendgruppen der Gemeinden Maximilian und Rironi. Für Verpflegung und Stärkung wurde dank der vielen Spender auch gesorgt und so wurde der Tag für alle ein großer Erfolg - auch wenn unsere Wajibu Wetu-Kinder ein bisschen traurig waren über den vierten Platz. In der Zukunft könnte so ein Fußballturnier eine willkommene Abwechslung zum Alltagsleben sein. Daddy George spricht sogar von der Idee eines "Wajibu-Cups" und einem Pokal, der von einer Sieger-Mannschaft zur nächsten gereicht werden könnte. Super Idee!
Ein Highlight war auch der wunderschöne Tag im Hell's Gate Nationalpark und am Lake Naivasha, den wir alle sehr genossen haben: Nachdem wir Zebras, Giraffen, Gazellen und mehr bestaunt hatten, gingen wir alle auf Wanderung durch die Schluchten im Hell's Gate und sahen sogar ein echtes Massai-Dorf! Anschließend konnten wir uns bei einem leckeren Buffet in einem nahe gelegenen Hotel die Bäuche voll schlagen. Zum Abschluss dieses Tages hatten sich Mummy Jane und Daddy George etwas ganz besonderes ausgedacht: eine Motorbootfahrt auf dem Lake Naivasha, direkt vorbei an Nilpferden und Wasserböcken!

Ganzer Praktikumsbericht von Alina zum Download.


August 2010 - erster Bericht von Alina

Liebe deutsche Wajibu Wetu-Familie!
Kaum zu glauben, aber schon ist es Zeit, es mir auf meinem Bett gemütlich zu machen, um euch von den Erlebnissen meiner ersten vier Wochen hier in Kenia zu berichten!
Viel hat sich ereignet, und ich will meinen Bericht starten, indem ich euch von einem ganz besonderen Tag erzähle: Ende Juli lud die UNEP-Gruppe die ganze Wajibu Wetu-Familie auf einen kleinen Flugplatz ein, um mit den Kindern in kleinen Maschinen Kenia aus der Vogelperspektive zu betrachten! Nachdem die Kids (jeweils in Dreiergruppen) den 2 Flugzeugen zugewiesen wurden, durften sie für 15 Minuten den Erdboden verlassen und sich danach mit Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwichen, Äpfeln, Keksen und Popcorn wieder stärken! Sogar die kleine Jane Nyambura flog auf dem Schoss von Teacher Njeri mit, und ich kann euch sagen, es hat ihr genauso gut gefallen wie den großen Kindern! Keinem wurde schlecht, keiner bekam Angst, auch wenn ein paar ein wenig verdutzt schauten, als sie ausstiegen :). Auch unser Gärtner Samuel war mit an Bord, und seine Worte können dieses Erlebnis wohl am besten beschreiben: "Ich träumte schon immer vom Fliegen und heute ist dieser Traum wahr geworden!" Danke an die UNEP-Gruppe, die das möglich gemacht hat!

Ganzer Praktikumsbericht von Alina zum Download.


Juli 2010 - dritter Bericht von Elisabeth

Die letzten vier Wochen vergingen rasend schnell und ich weiß gar nicht so recht, wo die Tage hingeflogen sind.

Am 17. Juli gab es für das 'FC-Falke Wajibu Wetu' Team das erste Fußballspiel gegen eine Mannschaft aus dem Karai Münsingen Kinderheim.
Nach langer Vorbereitung machten sich alle Kids in Matatus auf den Weg zum Spielort, denn schließlich braucht man auch einen Fanclub. Da die gegnerische Mannschaft schon seit Jahren in einer Liga spielt, war es schwer gegen sie Tore zu schießen. Am Ende des Spieles hieß es leider 7:1 für Karai, dazu muss man jedoch sagen, dass das Wajibu-Team das erste Mal 90 Minuten teils barfüßig auf einem großen, sandigen Feld gespielt hat. Beim gemeinsamen Teetrinken trockneten die kleinen Tränen und es entstand trotzdem eine neue Freundschaft. Todmüde schliefen die meisten bei der Heimfahrt im Matatu ein.

Ganzer Praktikumsbericht von Elisabeth zum Download.


Juni 2010 - zweiter Bericht von Elisabeth

Wenn ich an die ersten vier Wochen zurück denke, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich mittlerweile schon drei Monate in diesem wunderschönen Land und meiner liebgewonnen zweiten Familie Wajibu Wetu lebe. Zu Beginn kam mir die Zeit unendlich lange vor und jetzt rennt sie mir fast davon. Als ich Anfang Juni von meinem einwöchigen Trip aus Mombassa zurückkam, merkte ich, wie sehr ich all die Kinder, Mummy & Daddy und die Betreuerinnen vermisst habe. Umso mehr genieße ich jetzt meine letzten Wochen!

Ganzer Praktikumsbericht von Elisabeth zum Download.


April 2010 - erster Bericht von Elisabeth

Mittlerweile sind seit meiner Ankunft am 25. März 5 1/2 Wochen vergangen und ich könnte jetzt schon ein ganzes Buch voll mit Erlebnissen schreiben. Der alltägliche Ablauf wurde jedoch von meinen Vorgängerinnen bereits beschrieben. Vom ersten Augenblick an habe ich alle Bewohner in Wajibu Wetu ins Herz geschlossen und bin unendlich dankbar, dass ich für vier Monate in dieser großen Familie mitleben darf! Es freut mich zu sehen, dass die Kids hier ganz einfach KIND sein dürfen, wobei sie natürlich auch im Haushalt und Garten mithelfen müssen.

Ganzer Praktikumsbericht von Elisabeth zum Download.


März 2010 - letzter Bericht von Carline

GALERIE EINFÜGEN

Seit Ende letzten Monats versammeln wir uns alle nach den Hausaufgaben im Gemeinschaftsraum und singen und beten gemeinsam. Jeden Tag darf ein anderes Kind die Lieder aussuchen, ein weiteres vorlesen und wieder ein anderes Kind leitet das Abendgebet. Es ist wunderschön mit anzusehen und mittendrin dabei zu sein. Beim Singen der Lieder ist jeder laut und mit voller Freude dabei, es wird geklatscht und viel gelacht. Danach setzen wir uns alle und ein Kind liest aus der Bibel vor, nach einer Schweigeminute wird gebetet. Für die Kinder bedeutet das gemeinsame Beten sehr viel: es stärkt nicht nur ihren Glauben und den Zusammenhalt dieser wunderbaren WW-Famile, sondern jedes Kind lernt somit auch vor anderen zu reden und gewinnt vielleicht ein bisschen mehr Selbstbewusstsein.

Am Anfang des Monats habe ich die Schule der Kinder besucht. Das war vielleicht eine Erfahrung! Als ich aus dem Auto steige, sehen mich schon die ersten Schüler und kurze Zeit später starren mich 250 Augenpaare an. ?Eine Mzungu ist hier...!? Das ist ein komisches Gefühl, aber viele der Kinder haben noch nie eine Weiße gesehen. Das Schulsystem und der Unterricht an sich sind sehr anders als in Deutschland: Nach dem Kindergarten gehen die Kinder in die Elementary School (1.-4. Klasse), danach in die Primary School (5.-8. Klasse) und danach in die High School, wo die Klassenstufen ?Form 1 bis Form 4? genannt werden. Die Klassenstärke der Klassen in der Primary School liegt bei 30-50 Kindern pro Klasse ? sehr anders als in Deutschland, wo viele für eine Klassenstärke von höchstens 25 Kindern kämpfen. Die Klassenräume und die Ausstattung der ganzen Schule sind sehr weit weg von einem, in unseren Augen, modernen Zustand. Die Kinder, alle Uniform-tragend, sitzen auf engstem Raum zusammen und haben meiner Meinung nach wenig Platz für ihre Bücher und Hefte. In den zwei Tagen, die ich die Schule besucht habe, habe ich mehr als einmal eine Klasse ohne Lehrer vorgefunden und habe ?als zukünftige Lehrerin? kurzerhand beschlossen, das Lehren in diesen Klassen zu übernehmen. Meistens war es Mathe, was ich unterrichtet habe. Es gab jedoch ein kleines Problem: die ?Sprache? ? die Kinder sind nicht besonders gut in Englisch und mein Kiswahili ist ? na ja, nicht gut. So wusste ich nicht, ob ich es richtig und gut erklärt habe und habe beschlossen ein anderes Mal in der Zukunft mehr Zeit in einer kenianischen Schule zu verbringen ? nach meiner Unizeit und nachdem ich mein Kiswahili verbessert habe ... Etwas, das mich an der kenianischen Regierung sehr stört, ist, dass die Kinder hier in Kenia (sehr) viel Schulgeld bezahlen müssen und es so für viele ärmere Familien schwierig ist, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Aber sind nicht die Kinder die Zukunft des Landes? Warum sollte man also nicht ein bisschen mehr Geld in die Ausbildung der Kinder stecken?!

Diesen Monat habe ich mit Mummy und Daddy einen Slum besucht. Ein Slum ist ein Elendsviertel, in dem die ärmsten Menschen leben ? teilweise unter wirklich krassen Zuständen. Auf der Hinfahrt sagte Daddy plötzlich, dass wir fast da sein, doch ich konnte nichts vom dem riesigen Slumgebiet entdecken ? nur eine lange Reihe an reichen Häusern. Doch dahinter - ?ganz versteckt? - befindet sich der Slum. Es tut einem in der Seele weh zu sehen, wie die meisten dieser Menschen leben. Die Häuser sind aus allem Material gebaut, was man sich nur vorstellen kann: Blech, Holz, Stoffsäcke, etc. Ein ?Haus? besteht aus nur einem einzigen Raum, der als Schlafzimmer, Esszimmer, Küche und Wohnzimmer fungiert ? man kann sich nicht vorstellen, wie die Menschen so leben können. In den meisten Fällen jedoch sind die Menschen nichts anderes gewöhnt als genau dieses Leben, haben keine Zukunftsperspektive oder gar den Mut etwas Besseres aus ihrem Leben zu machen. Ihre Möglichkeiten Geld zu verdienen sind auch nicht besonders groß: Eine Frau versucht durch den Verkauf von Pommes an Geld zu gelangen ? pro Teller Pommes verlangt sie 10 Cent. Man kann sich vorstellen, wie viele Teller Pommes sie verkaufen muss, damit sie nicht nur ihre Miete bezahlen und für Essen in der Familie sorgen könnte, sondern auch noch zusätzlich ihre Kinder in die Schule schicken könnte. So entsteht ein ewiger währender Teufelskreis, aus dem nur wenige herauskommen.

Wir besuchen mit einer Gruppe von Frauen ein paar der Leute, die WW teilweise finanziell unterstützt. Die Geschichten sind meistens sehr ähnlich: Die Eltern sind krank ? AIDS ? und haben fast keine finanzielle Möglichkeit ihre Kinder in die Schule zu schicken. Nicht nur einmal werden wir von anderen gefragt, ob wir nicht jemanden wüssten, der ihr Kind/ihre Kinder finanziell unterstützt und ihnen eine bessere Zukunft schenken könnte. Unser ?outreach programme? von Wajibu wetu gelangt vor allem hier an seine Grenzen...

Mitte Februar war ein Besuch eines deutschen Chores geplant, aber leider konnten wir nicht den ganzen Chor bei uns in Wajibu begrüßen, denn sie haben den Weg nicht gefunden. Schade, denn die Kinder haben sich sehr auf ihn gefreut, haben extra nachmittags schulfrei bekommen und sogar zwei Lieder vorbereitet. Aber immerhin sind am nächsten Tag ein paar Vertreter vom Chor gekommen und haben mit den Kindern musiziert und gesungen. Außerdem brachten sie 5 Taschen voller Medizin, Kleiderspenden, Spielsachen und Schulmaterial für die Kinder mit, die unser Verein in Deutschland mitgegeben hatte. Vielen herzlichen Dank für euren Besuch und für die Zeit, die ihr mit den Kindern verbracht habt!!

Gegen Ende des Monats lerne ich eine Engländerin kennen, die hier in der Nähe mit behinderten Mädchen arbeitet. Sie hat mich eingeladen mit ein paar ihrer Freunde an einem Freitag Essen zu gehen. Ich freute mich riesig, denn ich wollte unbedingt mal ein bisschen Kontakt zu anderen Volunteers haben. Doch als sie mich während des Essens (Pizza beim Italiener) ansieht und sagt: ?Ist es nicht schön, ab und zu mal wieder in der Normalität zu leben!??, merke ich plötzlich, dass dies nicht mehr meine Normalität ist. Wie kann ich in einem teuren Restaurant essen gehen, während das Geld, das ich dort ausgebe, eine ganze Familie für eine Woche mit Essen versorgen könnte?! Was Normalität für einige Menschen in Deutschland bedeutet, ist lange nicht die Normalität, in der die Menschen hier in Kenia leben. Tief in meinem Herzen werde auch ich wohl immer die Europäerin bleiben und mir ab und zu ein bisschen Luxus gönnen ? und doch werde ich versuchen auch in der Zukunft ein paar Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, denn es gibt auf der Welt viel zu viele Kinder, die unsere Hilfe dringend nötig haben!!

Bei Wajibu Wetu hat sich der Schulalltag eingeschlichen und somit gibt es nicht sehr viel Neues mehr zu berichten. Die Kinder gehen gegen 6:45 Uhr in die Schule und kommen gegen 17 Uhr wieder nach Hause. Danach werden die Sachen für den nächsten Tag hergerichtet, die Schulklamotten gewaschen und die Schuhe geputzt. Gegen 19 Uhr fangen wir alle gemeinsam zum Lernen an ? die Älteren helfen den Jüngeren. Vor dem Essen, gegen 20.30 Uhr, findet das oben beschriebene Abendgebet statt. Und so vergeht jeder Tag wie im Flug. Auch meine Zeit hier neigt sich langsam dem Ende zu, was in mir ein sehr, sehr komisches Gefühl weckt. Wajibu Wetu ist mein zweites Zuhause geworden und ich bin überglücklich, Teil dieser wunderbaren Familie zu sein.

Asante sana für jeden dieser wunderschönen Tage hier!!


Januar 2010 - dritter Bericht von Carline

GALERIE EINFÜGEN

Das Neue Jahr hat für Wajibu Wetu sehr gut begonnen – abgesehen davon, dass wir am 1. Januar erst gegen 16 Uhr wieder mit Strom versorgt wurden und somit über 30 Stunden ohne Strom waren ...

Januarbericht von Carline zum Download.



Dezember 2009 - zweiter Bericht von Carline

Wie soll ich bloβ diese vielen tollen neuen Erfahrungen und Abenteuer in einem Bericht zusammenfassen ohne zu viel zu schreiben und gleichzeitig keine wichtigen Details auszulassen?! Hier mein Bericht des wunderschönen, leider viel zu schnell vergangenen, sonnigen, aber aber auch regnerischen Monats Dezember.

Dezemberbericht von Carline zum Download.


November 2009 - erster Bericht von Carline

GALERIE EINFÜGEN

Endlich ist es soweit und ich bin hier bei Wajibu Wetu angekommen an diesem wunderbaren Ort.

Ich bin erst seit drei Wochen hier, doch es kommt mir schon viel länger vor. Mit den Kindern habe ich schnell Freundschaft geschlossen, und auch mit den älteren Mädchen Judy und Caro verstehe ich mich blendend. Seitdem auch Betty, Cecilia und Mary vom Internat nach Hause gekommen sind, herrscht hier Halligalli. Fast jeden Abend sitzen wir zusammen am Lagerfeuer und unterhalten uns oder tanzen und singen gemeinsam. Alex, ein Freund von Wajibu Wetu, ist ein Musiker bzw. Sänger in einer Band, deren Lieder hier jeden Tag rauf und runter gehört werden - dazu wird natürlich jede Menge gesungen und getanzt! Alle Kinder haben sehr viel Spaß! Zusammen mit Alex planen die Mädchen eine Wajibu Wetu-CD aufzunehmen. Da ich schon immer im Chor war und die Musik an sich sehr liebe, freut es mich riesig, dass ich bei der Produktion dieser CD dabei sein darf! Ich helfe Alex schon viel beim Komponieren der Lieder und werde auch selbst mitsingen (soweit mein bis jetzt erlerntes Swahili das zulässt!). Die Lieder, die wir bis jetzt mit den Mädchen einstudiert haben sind wirklich großartig und ich freue mich schon auf das Outcome der CD!

Hier bei Wajibu Wetu wird es nie langweilig, das spüre ich vor allem, wenn ich mal in Ruhe Swahili lernen möchte es ist immer was los und es gibt einiges zu erledigen:

Jeden Tag muss Essen für ca. 30 Leute zubereitet werden. Das bedeutet, dass alle mithelfen müssen, denn jede Mahlzeit wird frisch zubereitet. Die Zutaten Erbsen, Blattspinat, Weißkohl, Karotten, Tahrere, Bohnen (grün oder schwarz) und Mais werden hauptsächlich aus dem eigenen Garten verwendet und frisch zubereitet, nachdem die schlechten Körner aussortiert worden sind. Dazu gibt es meistens Reis, Ugali (ein Gericht, das aus gemahlenem Mais besteht) oder Chabati (sieht fast so aus wie ein Pfannkuchen nur aus Mais, Mehl und Wasser gemacht). Jeden Mittwoch geht Mummy Jane auf dem Markt einkaufen und bringt auch anderes Gemüse oder Obst mit, sodass eine Vielfalt an Obst und Gemüse gesichert ist.

Jeden Abend wird im neuen Haus zu Abend gegessen vor jedem Gericht wird jedoch erst gebetet und oft singen wir sogar ein Lied. Das Essen schmeckt herrlich vor allem wenn alle gemeinsam essen. Nur leider fehlt uns ein großer Tisch, an dem alle gemeinsam sitzen können doch vielleicht lässt sich in nächster Zukunft ja ein Spender finden!

Seit ich hier bin, haben wir des Öfteren (kenianische) Besucher bei uns willkommen heißen dürfen. Das bedeutet eine Menge Spaß, denn es wird gemeinsam viel getanzt, gesungen und gebetet. Oft bringen unsere Gäste Geschenke mit: Mais oder sonstiges Gemüse und Essen, Spielsachen und Klamotten für die Kinder, oder einfach ein paar Süßigkeiten zur Freude aller. Diese Besuche empfinde ich als etwas ganz Besonderes, denn auch wenn Geschenke, Geld- und Sachspenden eine Menge bewirken, gibt es doch noch etwas, das mehr zählt im Leben: die Zeit, die man zusammen glücklich verbringt. Es rührt mich zutiefst, wenn ich sehe, wie viel Mühe sich unsere Besucher geben, indem sie mit den Kindern spielen, mit ihnen tanzen und ihnen Mut machen. Letzten Sonntag hat einer unserer Besucher unseren Kindern etwas ganz Wichtiges mit auf den Weg gegeben. Er sagte: Wenn du an etwas glaubst, dann darfst du nie aufgeben nach deinem Ziel zu streben. Du kannst alles erreichen, was du dir vornimmst, doch du musst hart dafür arbeiten. Glaube an dich und du kannst alles erreichen. God bless you!

Eine für mich neue Erfahrung ist der überzeugte Glaube an Gott. Beten vorm Essen, sonntags in die Kirche gehen oder nur zwischendurch innehalten und Gott für diesen Tag danken, das sind neue Erfahrungen für mich. Umso mehr ich mich jedoch damit beschäftige, muss ich feststellen, dass dieser Glaube sehr wichtig ist für viele Menschen hier in Kenia. Ich bin sehr davon überzeugt, dass viele ohne ihren Glauben keinen Grund und keinen Mut hätten, jeden Tag aufs Neue die Strapazen des Lebens hier auf sich zu nehmen. Dieser Glaube gibt ihnen die Kraft, die sie benötigen um nicht aufzugeben und jeden Tag neu aufzustehen.

Was mich am meisten berührt, seit ich diesen Kontinent vor ca. 3 Wochen das erste Mal betreten und das Leben hier zu lieben gelernt habe, ist etwas ganz Besonderes: Wajibu Wetu ist ein großartiger Ort die Kinder hier zeigen es mir jeden Tag, denn egal, welche schwere Vergangenheit sie hinter sich haben  sie lachen jeden Tag und ergreifen jede Chance glücklich zu sein inmitten ihrer großen, immer wachsenden WW-Familie.

Das Leben hier in Kenia ist vollkommen anders als all die Lebensweisen, die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Um euch einen kleinen Einblick zu geben, möchte ich kurz ein paar Dinge aufzeigen, die für unseren europäischen Standard vielleicht schwer zu verstehen sind: (Doch ich liebe das Leben hier!!)

Wäsche waschen: Wasser ist kostbar, vor allem nach der langen Dürre in Kenia, deshalb wird die Waschmaschine im Moment höchstens mal für die Jeans-Hosen angeschmissen, ansonsten wird jedoch alles mit der Hand gewaschen. Jedoch, wie es immer im Leben ist: Man muss das Beste draus machen! So erzählt man sich Geschichten, lacht viel, singt Lieder, ...

Kochen: Da wir hier noch keinen Herd haben (ist in Planung!), der die großen Kochkessel heizen kann, wird hier auf offenem Feuer gekocht. Auch die Küche sieht anders aus, als wir sie gewohnt sind. In der WW-Küche komme ich mir manchmal vor, als wäre ich in der Zeit viele Jahre zurück gesprungen: offenes Feuer und beißender Rauch, Wasser aus der Regentonne (das Wasser ist jedoch kein Regenwasser, sondern gefiltert!) und nebenan der Ziegen- und auf der anderen Seite der Hühnerstall. Nur die kleine elektrische Lampe an der Decke erinnert mich daran, dass ich nur ein paar tausend Kilometer weiter südlich von dem bin, was für mich normal und selbstverständlich war: fließendes, gefiltertes Wasser aus der Leitung, ein elektrischer Herd und Zutaten, die in einem Laden gekauft worden sind, der mir mittlerweile wie ein Schlaraffenland vorkommt. Doch man gewöhnt sich an alles!

Duschen: Fließendes Wasser ist ein purer Luxus das habe ich hier gelernt. Ich wasche mich nämlich mittlerweile nicht mehr unter einer Dusche, sondern nehme einen Eimer mit Wasser (warmes Wasser bekomme ich, indem ich es vorher in der Küche auf offenem Feuer aufheize), stelle diesen Eimer in mein Badezimmer (es ist so groß, dass ich die Tür aufmache und fast in die Toilette falle, wenn ich rein gehe), schnappe mir meinen mitgebrachten Waschlappen und mein gekauftes Shampoo und voila schon kann ich mich duschen. Beim Haarwaschen allerdings hilft mir immer eines der Mädchen, denn ich müsste sonst meinen Kopf in den Eimer stecken ...

Sicherheit: Ich habe gelernt, die Sicherheit in Deutschland zu schätzen, denn auch wenn die Region hier als sicher bezeichnet wird, werden jede Nacht alle Türen von innen verriegelt, das WW-Gelände wird durch zwei Eisentore gesichert und zusätzlich von zwei Hunden (da sie keinen Namen hatten, habe ich den einen Baddy getauft und seine Mutter Lola) bewacht.

Straßen: Tja diese Erfahrungen trotzen allem, was ich bis jetzt erlebt habe. Nicht weit von WW liegt der High Way kann auch als Autobahn bezeichnet werden, denn die Autos fahren im Linksverkehr so schnell, wie ihre Fahrer sie lassen. Neben dem High Way sieht man entweder Esel, die ihre Besitzer verloren haben, Menschen, die ihre Felder neben der Schnellstrasse bepflanzen oder Menschen, die von einem Ort zum anderen kommen wollen, denn es ist nicht verboten sich neben der Autobahn aufzuhalten. Auch das Überqueren der vierspurigen Straße ist überall erlaubt, die nächste Brücke oder Unterführung ist meist zu weit entfernt. Die ca. 1,5 m hohe Mauer in der Mitte der Straße muss jedoch übersprungen werden, wenn man es bis dahin geschafft hat .Eines der außerordentlichsten Erlebnisse war für mich, als George plötzlich am Straßenrand umdrehte und am Autobahnrand entgegen dem Verkehr fuhr ...Die nächste Ausfahrt ist einfach zu weit entfernt, sagte er erklärend. Aber wie schon erwähnt: Man gewöhnt sich an alles.

Transport: Auch der Transport an sich ist anders, als ich es kenne: Die Matatus ersetzen die Busse ein Matatu ist ein Kleinbus, in dem ca. 14 Leute Platz haben diese Kleinbusse werden allerdings maßlos überfüllt und die Menschen sitzen fast übereinander. Andererseits ist es ein einfacher und billiger Weg um von A nach B zu kommen: Jede Minute kommt ein Matatu vorbei, man muss nur am Straßenrand warten und die Fahrt ins nächste Dorf kostet nur ca. 20-30 Cent. Jedoch fahren diese Matatus mit hohen Geschwindigkeiten, halten zwischendurch kurzerhand am Straßenrand an, überholen an den gefährlichsten Stellen links oder rechts, und manchmal hat man das Gefühl, der Wagen breche gleich unter einem weg. Zur Überfüllung der Autos noch eine kleine Geschichte: Als wir letzten Sonntag von der Kirche heimgefahren sind, haben wir 20 Kinder in einem normal großen PKW nach Hause transportiert stimmt, so viele Anschnallgurte hat der PKW gar nicht, aber im Kofferraum ist doch noch genügend Platz!!

Jedenfalls wird es hier im Wajibu wetu - Heim nie langweilig! Auch ich gebe mein Bestes und versuche so viel, wie es geht mitzuhelfen: Sei es Bäume- und Sträucherpflanzen, einen Zaun bauen, Wäsche waschen, Boden fegen und wischen, Geschirr abspülen, Kinder verarzten (das muss leider öfter getan werden, denn bei der Masse an Kindern gibt es immer ein oder zwei, die mal ein Pflaster oder Medizin brauchen), Essen herrichten, Mais und Bohnen sortieren, Weihnachtskarten basteln, ... Seit Ende November haben die Kinder Schulferien und das heißt hier in Wajibu Wetu herrscht Trubel und es gibt viel zu tun. Alle Kinder können sehr stolz sein, denn sie haben alle gute Ergebnisse ihrer Abschlussarbeiten mit heimgebracht und die Ehrung der Besten unter ihnen steht bevor.

Dieses Mal jedoch haben Mummy Jane und Daddy George eine ganz besondere Überraschung für den Monat Dezember ...


Juli 2009 - zweiter Bericht von Laura

2. Praktikantin bei Wajibu wetu vom 25. März bis 4. Juli 09

Anfang Mai hat die Schule für alle wieder angefangen und die älteren Mädchen haben uns verlassen, um in ihre Internate zurück zu kehren.
Endlich hat uns auch das Päckchen aus Deutschland erreicht, das eigentlich für Ostern bestimmt war. Lauter tolle Sachen waren drin: Schokolade, viele andere Süßigkeiten und Spielsachen.

Ende Mai gab es ein weiteres highlight, nämlich die Geburtstagsfeier von Amos, Junior und Ken mit zwei leckeren Torten und anderen Süßigkeiten. Viel Freude und Spaß für alle!!
Ebenfalls zu dieser Zeit hat ein Freund von Wajibu wetu geheiratet. Es war eine feierliche kirchliche Trauung mit viel Schmuck und einem wunderschönen weißen Kleid der Braut. Anschließend haben die Wajibu-kids auf der Feier getanzt und gesungen.
Leider waren der Mai und der Juni auch etwas mit Krankheiten überschattet, wie jedes Jahr im kenianischen ?Winter?. Dieses Jahr kamen traurigerweise auch noch vier Malariafälle hinzu. Aber dank unglaublich viel Medizin vom deutschen Trägerverein konnten wir Husten, Schnupfen und Halsweh sehr gut selbst und ohne zusätzliche Arzt- und Medikamentenkosten bekämpfen.
Anfang Juni haben wir, die ganze internationale Wajibu wetu- family was richtig Großes erreicht. Endlich wurde Elizas Traum wahr: Ihr wurde von der deutschen Botschaft ein Besucher-Visum genehmigt und sie konnte am 13. Juni für drei Monate nach Deutschland fliegen. Dort besucht sie den deutschen Teil der Wajibu wetu-family und wird Kurse und Praktika machen, um die Arbeitsplatzchancen in Kenya zu verbessern und die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn im Januar 2010 zu überbrücken. Wir sind alle so glücklich und stolz, dass wir es nach einem langen Kampf mit der deutschen Botschaft in Nairobi doch noch geschafft haben.
Mitte Juni ist dann meine Mama zu Besuch gekommen. Das war eine tolle Erfahrung für sie und für mich, da ich ihr hier alles zeigen konnte, mein Leben in Kenya und alles, was für mich so normal geworden ist und für sie so neu und ungewohnt war. Mama Raura (kein Tipp­fehler, mein neuer Name :)) wurde auch sofort von allen liebevoll ins Herz geschlossen. An einem Abend haben wir zum Nachtisch für alle Pudding gekocht und viel Freude und leuchtende Augen der Kinder geerntet.

Ende Juni fand dann die Ehrung der 10 Schulbesten des letzten terms statt. Jedem wurden ein neuer Pulli und Süßigkeiten überreicht. Das sollte eine Anerkennung für die guten Leistungen sein und ein Ansporn für die anderen, bessere Ergebnisse zu erzielen.
Vor allem der kleine Gehard war unglaublich stolz auf seine 1. Position.
Ebenfalls Ende Juni hat uns Micha, ein Freund von mir, besucht. Er kommt auch aus Deutschland und studiert dort Geographie. Hier macht er im Rahmen dieses Studiums ein Praktikum bei der UN. Mitgebracht hat er seine Gitarre und wir haben den ganzen Nachmittag zusammen gesungen und Spaß gehabt.

Es hat ihm bei uns so gut gefallen, dass er und einige Studienkollegen beschlossen haben, für die Kinder Moskitonetze und neues Geschirr für die zukünftige Küche zu kaufen. Das ist eine wunderbare Idee! Uns wird es so sehr helfen und viel Geld wird zudem gespart bzw. für andere wichtige Dinge frei. Ich möchte auch auf diesem Weg noch einmal vielen, vielen Dank, auch für das Aufhängen der Netze, sagen!!!

Jetzt ist meine Zeit hier fast vorbei, mir bleiben nur noch ein paar wenige Tage, und ich merke immer mehr, dass es mir doch sehr gut gefällt in Kenya und besonders in Wajibu wetu. Es braucht natürlich am Anfang einfach viel Zeit, um hier anzukommen und sich an alles zu gewöhnen - und auch, dass sich alle an den Neuling gewöhnen. Ich verstehe mich mit dem staff (die Mitarbeiter) immer besser, mit den Heimleitern Jane und George und natürlich auch mit den Kindern. Die Kleinen hängen an mir und ich hänge an ihnen. Es stimmt wohl doch, dass am Schluss immer alles am besten ist.
Ich bin sehr froh, dass mir die Chance gegeben wurde, drei Monate hier zu verbringen und ein anderes Land, einen anderen Kontinent und eine ganz andere Kultur kennen und lieben zu lernen. Ich werde Kenya und Wajibu wetu unglaublich vermissen und nie vergessen. Und sicher wiederkommen!

Vielen Dank, dass ich hier aufgenommen wurde und alle immer für mich da waren, sich gesorgt haben. Ich habe in Kenya eine zweite, wundervolle Familie gefunden. ASANTE SANA!



April 2009 - erster Bericht von Laura

2. Praktikantin bei Wajibu Wetu seit 25. März 09

Der April stand ganz im Zeichen von Ostern, dem wichtigsten Fest im katholischen Jahr. Alle Kinder kamen nach Wajibu wetu, auch die aus den Internaten und so war immer volles Haus mit hohem Geräuschpegel und viel action.
Begonnen hat die 'heilige Woche' (= Karwoche) zunächst mit dem Abschied von Julia, meiner Vorgängerin. Es gab ein tolles Essen mit viel Fleisch und die Kinder haben zusammen mit Mummy gesungen und getanzt. Dann folgte die große Bescherung von Julia für die kids: zwei Paar neue Schulsocken und selbst gestrickte Handwärmer für jeden!
Spät am Abend ließ sich trotz toller Stimmung der Abschied dann aber doch nicht vermeiden. Sicher mit einem weinenden und einem lachenden Auge für Julia und zwei weinenden Augen für Wajibu Wetu.

Am Freitag nach dem Nachmittag füllenden Kirchgang habe ich den Kinder ein wenig Abwechslung beschert und mit ihnen Eier gefärbt. Alle hatten sehr viel Spaß und dementsprechend sah der Tisch im Anschluss auch aus.
Das nächste Highlight der spannenden Tage gab es am Samstag. Acht unserer Wajibu wetu - Kinder wurden in einer festlichen, vierstündigen, Kikuyu-Messe getauft. Die Mädchen trugen weiße Kleider und alle waren sehr stolz.

Am Ostersonntag waren wieder alle gemeinsam in der Kirche und anschließend gab es ein Festmahl, wieder mit Fleisch und anderen Köstlichkeiten.
Während des Essens hat dann sogar der Osterhase vorbei geschaut und im Haus und im Garten für jeden ein kleines Geschenk versteckt. Und dann konnte das große Suchen beginnen. Zuletzt hatte jeder sein Geschenk gefunden und es wurde fleißig ausgepackt. Der brave Osterhase hat jedem ein Paar Socken, eine Unterhose, viel Schokolade, Brillen und Spielzeugautos dagelassen. Die leuchtenden Augen der Kinder und die große Freude über Dinge, die in Deutschland so selbstverständlich sind, haben mich sehr berührt.

Überhaupt ist das Leben hier so einfach, die Kinder haben nicht viele materielle Dinge und alle haben eine schlimme Vergangenheit, trotzdem sind sie fröhlich, singen und lachen und tanzen. Das muss ich so bewundern. Nur sehr schade, dass ich sie nicht verstehe, weil sie hauptsächlich Kiswahili sprechen.
So gingen die festlichen Tage wie im Flug vorbei und der Alltag hat uns wieder. Für die großen Mädels bedeutet das, dass die Schule wieder anfängt und sie wieder ins Internat fahren. Es wird ein bisschen ruhiger in Wajibu wetu, sehr zur Entlastung vom staff (den Betreuerinnen und der Leitung).


März 2009 - dritter Bericht von Julia

Erste Praktikantin bei Wajibu Wetu

Kurz nach Schulanfang gab es noch verspätete, verlängerte Ferien: Lehrerstreik an allen öffentlichen Schulen. Zu wenig Gehalt. Die Kinder waren alle sehr glücklich ? nicht über den Schulausfall, sondern als sie nach 2 Wochen endlich wieder in die Schule gehen konnten, denn Schule ist eine tolle Sache für sie!
Ende Februar erreichte ich mit einer der Mädchen vom outreach programme etwas Großes, für das wir seit Dezember gekämpft, gelitten und gehofft haben, denn die ersten Anläufe waren ohne Erfolg: ein Langzeitvisum für Deutschland als Au-Pair. Wer als Kenianer nach Deutschland will, muss einiges tun und allerlei Zeugnisse und Dokumente vorweisen können. Es ist ein langer, steiniger Weg, da hat man es als Deutscher schon echt sehr einfach. Umso größer war jetzt Ende März die Enttäuschung, als doch noch ein endgültiges Nein vom deutschen Arbeitsamt kam. Für das Mädchen bricht eine Welt zusammen und man steht hilflos daneben. Ist das gerecht?
Ende Januar bis Mitte Februar ist dann meine beste Freundin gekommen. Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen und sie wurde von den Kindern gleich in die Herzen geschlossen und auf den Namen 'Wangui' getauft. Die Kinder fragen jetzt immer noch immer mal wieder, wann sie wieder kommt...

Eine weitere wunderbare Sache ist der Fortschritt mit dem neuen Haus! Es steht. Es leuchtet. Mit Türen und Fenstern. Und - wenn es genug Wasser gäbe - mit fließendem Wasser. Bis auf die möblierte Einrichtung ist es fertig!! (Da Holz hier extrem teuer ist, wird das noch ein bisschen dauern... aber nicht mehr lang! Gegessen wird schon drinnen!!)

Außerdem ist der Wajibu-Van fertig! Ein alter Kleinbus, der für mehr Kinder Platz hat, als unser normaler 5-Sitzer - in den allerdings auch 20 Menschen bzw. Kinder reinpassen, wenn es mal sein muss! 🙂 Was immer wieder spannend ist, ist das Thema "maji" = Wasser. Da der Sommer dieses Jahr sehr heiß und trocken war und der Dezember-Regen ausgeblieben ist, sind die wunderbaren neuen großen Tanks (zu) oft leer und wir müssen Wasser extra kaufen und mit dem Auto kanisterweise abholen oder mit dem Eselkarren kommen lassen.
Ein anderes ernstzunehmendes Problem ist die Inflation hier geworden. Die Nahrungsmittelpreise sind ?westlichstandardmassig? in die Höhe geschossen. Ein (einziger) Weißkohl beispielsweise hat vor drei Monaten noch 20 Schillinge gekostet und ist jetzt auf 80 Schillinge hoch. Wobei es hier auch noch vom Regen bzw. ausbleibenden Regen abhängt. Und da es so trocken ist, schaut der Essensplan zur Zeit nicht mehr so abwechslungsreich wie normalerweise aus ... Aber jetzt wird es immer besser, denn der April rückt näher. Und das ist der Regenmonat!!

Seit 24. März ist Laura da, die nächste Praktikantin. Sie wurde gleich sehr herzlich in Empfang genommen und darf die nächsten 4 Monate Teil der großen Familie sein. Es ist toll, ihr das kenianische Leben etwas näher zu bringen, da ich dadurch vieles wieder aufs Neue entdecken, bewundern und bestaunen kann, was für mich in den 5 wunderbaren Monaten, die ich hier sein konnte, schon normal geworden ist: von Eselkarren, keinem fließendem Wasser, Ugali-mit-der-Hand-Essen, Linksverkehr, die geschäftige Stadt Nairobi, ständigem Feilschen, Matatufahren bis hin zu den Kindern.
Ende März sind die Jungs, Mummy, die Betreuerinnen, Laura und ich schwimmen gegangen. Es war unglaublich, die Freude in den Gesichtern zu sehen, als sie ins Wasser gesprungen sind. Unvorstellbar, dass manche 12jährige Jungen noch niemals einen Swimmingpool gesehen haben...

Je näher mein Abflugsdatum rückt, desto besser wird es - das ist wohl immer so... ?: Die Kinder hängen an mir, ich häng an den Kindern. Auch mit Mummy und Daddy und den Mitarbeitern versteh ich mich immer besser. Es läuft alles darauf hinaus, dass ich bald schon wieder kommen muss, nein will, denn Afrika, Kenia, Wajibu Wetu-Familie ist etwas ganz Besonderes, etwas Wunderbares, das man in dieser Form kein zweites Mal finden kann!
Asante sana. 


Dezember 2008 - zweiter Bericht von Julia

Erste Praktikantin bei Wajibu Wetu

Sommerferien im Dezember!

Das Warten und die Vorfreude auf Weihnachten haben den Dezember geprägt. Wir haben viele weitere sehr schöne Karten gebastelt, über die sich die Empfänger außerordentlich gefreut haben. Auch die Weihnachtsdekoration haben wir selbst gebastelt. Das war ein lustiger Tag mit vielen tüchtig beschäftigten Kindern mit bunten Händen und Gesichtern ...

Dann - endlich - kam Weihnachten: Am 24. abends sind die Großen (= die Mädchen ab 14 Jahren und aufwärts, Mammy, Daddy, Keno und Wamaitha, das bin ich) und am 25. in der Früh dann alle zusammen in die Kirche gegangen. Das wirkliche Weihnachtsfest ist hier erst am 25. An diesem schönen sonnigen Tag hatten wir viel Besuch von Verwandten und ein sehr gutes Essen - den ganzen Tag: wurde ein Schaf gegrillt, Hühner gekocht und Reis, Kartoffeln und vielerlei Gemüse herrlich und in großen Mengen hergerichtet. (Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich dran denke ... Die Kenianer können wirklich sehr gut kochen!!)
Das nächste Event: New Years' Eve. Wir hatten einen schönen Abend mit lustigen Spielen, die ich von meinen Kindergeburtstagsfesten in Erinnerung habe. Da die Kinder und auch die Großen diese Art von Spielen nicht kennen, war es eine wunderbare Sache mit viel fröhlichem Lachen. Um 12 Uhr konnte fast ganz Kenia die Freudenschreie, Pfiffe und Lieder von Wajibu wetu hören. Wir hatten sogar ein paar Knaller, mit denen wir das Neue Jahr begrüßt haben.

Von Spendern hat Wajibu wetu ein Spielhaus geschenkt bekommen, mit Rutsche und Klettergerüst. Die Kinder lieben es und turnen viel drin, dran und drauf rum.
Endlich! Der Bau der neuen Küche hat begonnen. Mit vereinten Kräften haben wir die Grundmauern des neuen Hauses errichtet. Hier wird kein Unternehmen angerufen, das dann mit Maschinen und Baggern kommt, hier wird alles mit bloßer Handarbeit gemacht, schwere Arbeit. Der Mzungu (=Weiße) musste dann natürlich beweisen, dass er auch ein bisschen schuften und nicht nur zugucken kann!
Zum Ferienende gab es dann noch ein großes Erlebnis für die Mädchen, da einige von ihnen in Schulinternaten und so die meiste Zeit nicht da sind: Wir gingen schwimmen. Für viele war es das allererste Mal in einem Schwimmbad! Alle hatten Riesenspaß ? auch wenn das mit dem Schwimmen bei den meisten natürlich noch nicht klappt. Es war ein großartiger Tag und wir waren alle sehr müde am Abend...

Inzwischen hat die Schule wieder angefangen und die Vormittage sind wieder sehr (ungewohnt) ruhig. Judy, die älteste der Mädchen, ist fertig mit der Schule und wird sich jetzt umsehen, was sie in Zukunft machen will/kann/wird. Sie weiß, dass sie nicht für immer in Wajibu wetu bleiben kann, da sie bald ihr eigenes Leben führen will und damit anderen Kindern die Chance geben kann, hier leben zu können. Eine spannende Zeit ...

Hier wird es auf jeden Fall nie langweilig!!


November 2008 - erster Bericht von Julia

Erste Praktikantin bei Wajibu Wetu

Begonnen hat der November mit einem Feiertag am 6. - zu Ehren Obamas, dem ersten schwarzen Präsidenten in den USA mit kenianischen Wurzeln, worauf alle Kenianer hier sehr, sehr stolz sind. An diesem Feiertag bin ich angekommen, die erste Praktikantin, die für einen längeren Zeitraum bleiben wird. Ich wurde am Flughafen von Jane und George ganz herzlich mit einem Rosenstrauß und dann, angekommen im Haus, von den Kindern mit Tanz und Gesang begrüßt. Die Kleinsten führten mich dann gleich an der Hand durch Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer, Hof und Garten.
Man wird hier als Gast sehr gut behandelt: ein eigenes Zimmer, immer ein Stuhl und Platz am Tisch, oft extra Essen, damit man keine Bauchprobleme bekommt, denn hier wird oft Ugali (=Reismehlbrei), Bohnen und viel Gemüse gegessen, was man als Westeuropäer nicht so ganz gewohnt ist ... Aber das Essen ist sehr gut und ich esse hier so viel, wie ich noch nie in meinem Leben gegessen habe!!

Ich konnte diesen Monat den Einfallsreichtum der älteren Jungs beobachten, während sie aus Draht Autos bastelten mit verlängertem Lenkrad und Flaschendeckel als Räder und damit über den Hof fuhren. Außerdem haben alle Kinder (immer gruppenweise: small boys, big boys, small girls, big girls) ihre Kreativität und den Spaß am Basteln ausleben können, als ich mit ihnen aus buntem Pappkarton, Farbstiften, Papier und Klebestiften wunderschöne Karten hergestellt habe, die wir zum Teil nach Deutschland geschickt haben - für den Weihnachtsbasar und zum anderen Teil hier in Kenia an Freunde, Helfer und Unterstützer schicken.
Jetzt sind seit 20. November die großen Sommerferien, 7 Wochen lang, d. h. es ist die spannendste, schönste und auch härteste Zeit, weil die Kinder immer (!) da sind und die Aufmerksamkeit und Nerven des "staffs" (der Mitarbeiter und Betreuer) in höchstem Maße beanspruchen. Es ist eine sehr lebendige Zeit mit viel Singen, Geschrei, Lachen und Aktivitaten wie Ballspielen, Lesen, Tanzen, Kreisspielen, Lernen, ...

Ab und zu braucht jeder vom "staff", inklusive Mummy und Daddy (Jane und George Kilonzo, die Heimeltern), mal eine Auszeit, damit man wieder neue Kraft schöpfen kann. Aber man kommt immer wieder gerne und mit Freude zu den Kindern zurück, zu Wajibu Wetu - unserer Verantwortung.


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